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Sauer macht lustig – Bitter macht gesund!

Individuell zusammengestellte Kräutermischungen für Pferde sind oftmals wesentlich günstiger als pharmazeutisch hergestellte Arzneimittel. Weil man für Pferde große Dosen verordnen muss, ist hier schnell ein beträchtlicher Betrag erreicht.

Gegenüber den Futterzusatzmitteln, die man mittlerweile bei nahezu jedem Futterhändler kaufen kann, haben individuelle Mischungen den Vorteil, dass der Gehalt der Wirkstoffe sie auch wirklich therapeutisch wirksam macht, da sie genau der entsprechenden Notwendigkeit und dem Gewicht des Pferdes angepasst werden.

Einen Nachteil haben diese Kräuter allerdings – Sie schmecken nicht unbedingt!

Wie bekomme ich die Kräuter ins Pferd?

Eine gewisse Raffinesse seitens des Besitzers ist unabdingbar! Manche Pferde merken sofort, wenn man ihnen etwas „untermogeln“ will.

  • Vermischen sie die Kräuter mit dem Kraftfutter. Feuchten Sie es vorher evtl. etwas an. Pulverisierte Kräuter stauben oft unangenehm!

  • Beimischungen jeder Art sind möglich: Apfelmus, Mash, Joghurt sollten den Eigengeschmack der Kräuter abmildern und die meisten Pferde davon überzeugen, dass es nur Vorteile hat, das Gemisch zu fressen. Wann bekommt man sonst täglich Mash?

  • Wenn gar nichts hilft, aus den Kräutern einen Tee zubereiten und ihn ziemlich konzentriert in die Selbsttränke schütten (Das funktioniert bei Wassereimern natürlich nicht!). Dabei sollten Sie aber dann darauf achten, dass das Pferd auch wirklich trinkt…

  • Gleichzeitig mit den Kräutern bekommen Sie oft den Rat, dass Ihr Pferd mehr trinken solle. Das können Sie ihm zwar sagen, aber es wird nicht auf Sie hören.

    Stellen Sie ihm einen Eimer Wasser mit zwei schwimmenden Äpfeln in die Box. Kluge Pferde bekommen sehr schnell heraus, dass man am besten an die Äpfel kommt, wenn man das Wasser austrinkt (noch klügere haben noch schneller begriffen, dass man am schnellsten zum Ziel kommt, wenn man den Eimer umwirft – dann müssen sie den Eimer befestigen).

  • Oder versuchen Sie es doch einmal mit Malzbier. Pferde lieben Malzbier! Wenn Ihr Pferd Malzbier kennt, müssen Sie nur noch herausfinden, wie weit Sie es verdünnen können, ohne das Ihr Pferd daran den Geschmack verliert. Schließlich sollte die zusätzliche Flüssigkeit, die Ihr Pferd zu sich nehmen soll, nicht nur aus Malzbier bestehen.

Tierheilpraxis Im BergeleÜbrigens: Das Pferd auf dem Bild war das erste (und bisher einzige), das sein Futter nicht mehr fressen mochte, als die Behandlung mit den Kräutern beendet war und es wieder die normale Ration ohne Kräuter erhielt. Die Geschmäcker sind also offensichtlich doch sehr verschieden ...


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